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Portrait Lahr-Hugsweier
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Kirche Hugsweier
Wer Hugsweier nur von seinen Durchgangsstraßen kennt, dem bleibt ein wesentlicher Teil seiner Schönheit und Einzigartigkeit verborgen. Damit ist vor allem der Ortskern mit dem Schutterlauf als prägendes Element gemeint. Er gibt dem Ort einen eigenen Charme. Dort befinden sich ein schmaler Uferfußweg, eine erhaltene Schwemme (früherer Badeplatz für das Vieh), zwei alte Sandsteinbrücken und viele standortgerechte Gehölze. Naturbelassene Ufer, gefühlvoll restaurierte Häuser und vielfältig gestaltete Vorgärten runden das Bild ab. Der südliche Teil des Badischen Jakobusweges von Schutterwald nach Breisach führt Mitten durch Hugsweier.
Ein markantes Merkmal von Hugsweier ist die im Barockstil erbaute Evangelische Kirche. Der schöne Kirchturm ragt unübersehbar aus der Rheinebene heraus. Im Jahre 1966 wurde für die stark wachsende katholische Gemeinde am nordwestlichen Dorfrand die St. Martinskapelle errichtet.
Hugsweier ist gemessen an seinen knapp 1.500 Einwohnern inzwischen der kleinste Stadtteil von Lahr. Wissenschaftlich ist die Frage offen, ob Hugsweier auf einer Römer- oder Alemannensiedlung beruht. Urkundlich belegt ist hingegen, dass der Bischof Richwin zu Straßburg den Ort der dortigen Kirche St. Thomae im Jahre 916 geschenkt hat.
Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts lebte die Bevölkerung noch vorwiegend von der Landwirtschaft. Im Haupt- oder Nebenerwerb baute die Bevölkerung auch Sonderkulturen wie Tabak, Reben und Mais an. Der Wandel der dörflichen Struktur hat sich auch in Hugsweier schon längst vollzogen. Das ehemals reine Bauerndorf wurde zum Wohndorf. Neben der traditionsreichen RUBIN-Mühle gibt es keine größeren Industriebetriebe im Ort.
Durch den Bau des französischen Militärflugplatzes für Düsenjäger verlor Hugsweier im Jahre 1952 rund ein Drittel seiner Gemarkungsfläche. Seit der freiwilligen Eingliederung zur Stadt Lahr im Jahre 1972 blieb die Einwohnerzahl lange Zeit nahezu konstant. Im Jahre 2000 entstand am Ostrand des Dorfes ein neues Wohnbaugebiet „Am Schulgarten“ mit rund 50 Bauplätzen für 100 Wohneinheiten.
Hugsweier ist Sitz der Winzergenossenschaft Lahr, der Winzer aus Dinglingen, Hugsweier und Mietersheim angehören. Diese bewirtschaften ca. 40 Hektar Reben. Die Traubenannahmestation befindet sich am südöstlichen Dorfengang.
In Hugsweier gibt es ein engagiertes Vereinsleben mit zahlreichen sportlichen und kulturellen Angeboten.




